Wie berechnet man die Miete pro Quadratmeter?
Die Monatsmiete wird durch die Wohnfläche geteilt. 750 € Kaltmiete auf 62 m² ergeben 12,10 € pro Quadratmeter. Wichtig für den Vergleich: Mietspiegel und Vergleichsmieten beziehen sich fast immer auf die Kaltmiete, nicht auf die Warmmiete.
Die Formel
Miete pro m² = Monatsmiete ÷ Wohnfläche
Monatsmiete = Miete pro m² × WohnflächeBeide Richtungen nutzen dieselbe Formel. Entscheidend ist, dass Miete und Vergleichswert dieselbe Art sind – also beide kalt oder beide warm.
Rechenbeispiel
Eine Wohnung mit 62 m² Wohnfläche und 750 € Kaltmiete:
- 1.Miete pro m²: 750 ÷ 62 = 12,10 €
- 2.Pro Jahr und m²: 12,0968 × 12 = 145,16 €
- 3.Vergleich: Liegt der örtliche Mietspiegel bei 11,00 €/m², liegt die Wohnung rund 10 % darüber
Die Kaltmiete beträgt 12,10 € je Quadratmeter. Der Jahreswert rechnet mit dem ungerundeten Quadratmeterpreis von 12,0968 € – mit den gerundeten 12,10 € kämen 145,20 € heraus.
Welche Fläche zählt als Wohnfläche?
Die Wohnfläche ist nicht einfach die Grundfläche. Nach der Wohnflächenverordnung, auf die viele Mietverträge Bezug nehmen, zählen Flächen unter Dachschrägen nur anteilig: unter 1 Meter Höhe gar nicht, zwischen 1 und 2 Metern zur Hälfte, ab 2 Metern voll.
Balkone, Loggien und Terrassen werden in der Regel zu einem Viertel angerechnet, in Ausnahmefällen bis zur Hälfte. Keller, Waschküche und Garage zählen nicht zur Wohnfläche.
Deshalb kann dieselbe Wohnung je nach Berechnungsgrundlage unterschiedliche Quadratmeterzahlen haben. Für den Vergleich sollten Sie immer die im Mietvertrag genannte Fläche verwenden.
Was der Quadratmeterpreis aussagt – und was nicht
Der Quadratmeterpreis macht Wohnungen unterschiedlicher Größe vergleichbar. Er hat aber eine bekannte Verzerrung: Kleine Wohnungen haben fast immer einen höheren Quadratmeterpreis als große, weil Bad und Küche als teure Flächen anteilig stärker ins Gewicht fallen.
Der örtliche Mietspiegel ist die übliche Vergleichsgrundlage. Viele Städte veröffentlichen ihn online; er berücksichtigt Lage, Baujahr und Ausstattung. Ein einzelner Wert ohne diese Merkmale sagt wenig.
Warum kleine Wohnungen pro Quadratmeter teurer sind
Küche, Bad und Flur fallen in jeder Wohnung an, unabhängig von der Größe. In einer kleinen Wohnung verteilen sich diese vergleichsweise teuren Flächen auf wenige Quadratmeter – der Preis je m² steigt.
Ein Beispiel: 40 m² für 520 € sind 13,00 € je m². 90 m² für 990 € sind 11,00 € je m². Die größere Wohnung kostet absolut fast das Doppelte, je Quadratmeter aber deutlich weniger. Vergleichen Sie Quadratmeterpreise deshalb nur innerhalb ähnlicher Größenklassen – sonst vergleichen Sie die Größe und nicht den Preis.
Quellen & Stand
Stand: 07.09.2026
Diese Seite rechnet reine Mathematik: Das Ergebnis hängt allein von Ihren Eingaben ab. Formel und Beispielrechnung werden bei jeder Änderung automatisch gegen von Hand ermittelte Werte geprüft.
Häufige Fragen
- Kalt oder warm – womit rechne ich?
- Für den Vergleich mit dem Mietspiegel mit der Kaltmiete. Für die Frage, was Sie sich leisten können, mit der Warmmiete – denn die verlässt monatlich Ihr Konto. Mischen Sie beides nie in einem Vergleich.
- Wie viel Miete kann ich mir leisten?
- Eine verbreitete Faustregel nennt maximal 30 % des Nettohaushaltseinkommens für die Warmmiete. Das ist nur eine Orientierung: In teuren Städten ist der Anteil oft höher, und entscheidend sind Ihre übrigen Fixkosten.
- Warum weicht meine Wohnfläche vom Exposé ab?
- Häufig, weil Dachschrägen oder Balkone unterschiedlich angerechnet wurden. Bei erheblichen Abweichungen von der im Vertrag genannten Fläche kann das mietrechtlich relevant sein – das ist ein Fall für eine Beratung, nicht für einen Rechner.
- Wo finde ich den Mietspiegel meiner Stadt?
- Bei der Stadt oder Gemeinde, meist online im Bereich Wohnen. Nicht jede Gemeinde hat einen: Mietspiegel sind vor allem in größeren Städten verbreitet, und sie unterscheiden nach Baujahr, Lage und Ausstattung – der reine Durchschnittswert sagt wenig.
- Wie rechne ich den Quadratmeterpreis beim Kauf?
- Genauso, nur mit dem Kaufpreis statt der Monatsmiete: Kaufpreis geteilt durch Wohnfläche. Rechnen Sie für einen ehrlichen Vergleich die Kaufnebenkosten mit ein – Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch machen einen spürbaren Teil des Gesamtpreises aus, den der Kaufnebenkostenrechner ausweist.
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