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Wie berechnet man?

Wie berechnet man die Arbeitszeit?

Die Arbeitszeit ist die Zeit zwischen Arbeitsbeginn und Arbeitsende abzüglich aller unbezahlten Pausen. Wer von 8:00 bis 17:00 Uhr im Betrieb ist und 45 Minuten Pause macht, arbeitet 8 Stunden und 15 Minuten. Pausen zählen nicht als Arbeitszeit – Umkleide- oder Rüstzeiten dagegen häufig schon.

Alle unbezahlten Pausen zusammen.

Die Formel

Arbeitszeit = (Arbeitsende − Arbeitsbeginn) − Pause

Alle Zeiten in Minuten rechnen und erst am Schluss in Stunden umwandeln – so entstehen keine Rundungsfehler. Endet die Schicht am Folgetag (z. B. 22:00 bis 6:00 Uhr), werden 24 Stunden addiert.

Rechenbeispiel

Ein Arbeitstag von 8:00 bis 17:00 Uhr mit 45 Minuten Mittagspause:

  1. 1.Anwesenheit: 17:00 − 8:00 = 9 Stunden = 540 Minuten
  2. 2.Pause abziehen: 540 − 45 = 495 Minuten
  3. 3.In Stunden: 495 ÷ 60 = 8,25 Stunden

Die Arbeitszeit beträgt 8:15 Stunden – als Dezimalzahl 8,25 Stunden.

Gesetzliche Pausen: Was schreibt das Arbeitszeitgesetz vor?

§ 4 des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) sieht bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 bis zu 9 Stunden mindestens 30 Minuten Pause vor, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. Die Pause darf in Abschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.

Diese Pausen sind Mindestwerte. Tarif- oder Arbeitsverträge können längere Pausen vorsehen, und für Jugendliche gelten nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz eigene, strengere Regeln.

Der Rechner weist darauf hin, wenn die eingetragene Pause unter dem gesetzlichen Mindestwert liegt. Er ersetzt aber keine arbeitsrechtliche Beratung im Einzelfall.

Dezimalstunden oder Stunden und Minuten?

Zeiterfassungssysteme und Lohnabrechnungen rechnen fast immer in Dezimalstunden: 8:15 Stunden sind dort 8,25 Stunden, weil 15 Minuten ein Viertel einer Stunde sind. Der häufigste Fehler ist, 8:15 als 8,15 zu lesen – das sind 6 Minuten zu wenig.

Umrechnung: Minuten ÷ 60 = Dezimalanteil. 30 Minuten = 0,5 · 20 Minuten = 0,33 · 45 Minuten = 0,75. Der Rechner zeigt beide Schreibweisen an.

Gleitzeit, Kernzeit und das Arbeitszeitkonto

Bei Gleitzeit legt der Betrieb einen Rahmen fest, innerhalb dessen gearbeitet werden darf, und häufig eine Kernzeit, in der alle anwesend sein sollen. Wann genau Sie kommen und gehen, entscheiden Sie innerhalb dieses Rahmens selbst.

Die Differenz zur vertraglichen Sollzeit sammelt sich auf einem Arbeitszeitkonto: Wer an einem Tag 8:15 Stunden arbeitet und 8:00 Stunden schuldet, hat 15 Minuten im Plus. Für ein Konto über mehrere Tage rechnen Sie jeden Tag einzeln aus und addieren die Differenzen – am einfachsten in Dezimalstunden, damit sich Plus und Minus sauber verrechnen lassen.

Quellen & Stand

Stand: 07.09.2026

Gesetzliche Angaben dienen der Information und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Zählt die Pause als Arbeitszeit?
Nein. Eine echte Pause im Sinne des Arbeitszeitgesetzes ist eine im Voraus feststehende Unterbrechung, in der keine Arbeitsleistung erbracht werden muss – sie wird von der Anwesenheit abgezogen. Kurze Unterbrechungen, in denen man einsatzbereit bleiben muss, sind keine Pause.
Wie rechne ich eine Nachtschicht über Mitternacht?
Zur Endzeit werden 24 Stunden addiert: Von 22:00 bis 6:00 Uhr sind es (6:00 + 24:00) − 22:00 = 8 Stunden. Der Rechner erkennt das automatisch, wenn die Endzeit vor oder gleich der Startzeit liegt.
Wie viele Stunden darf ich täglich arbeiten?
Nach § 3 ArbZG sind werktäglich 8 Stunden zulässig, eine Verlängerung auf 10 Stunden ist möglich, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Ausnahmen regeln Tarifverträge und besondere Branchenvorschriften.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Es werden keine Zeiten an uns gesendet, nichts in Cookies oder im Speicher des Browsers abgelegt und nichts protokolliert.
Zählt der Weg zur Arbeit als Arbeitszeit?
Der Weg zwischen Wohnung und Betrieb zählt regelmäßig nicht als Arbeitszeit. Fahrten zwischen zwei Einsatzorten während des Arbeitstages dagegen schon. Bei Dienstreisen kommt es auf die Umstände und die betriebliche Regelung an.
Wie rechne ich ein Zeitkonto über eine ganze Woche?
Pro Tag die Nettoarbeitszeit ausrechnen, alle Tage in Dezimalstunden addieren und die Wochensollzeit abziehen. Beispiel: fünf Tage mit zusammen 41,25 Stunden bei 40 Sollstunden ergeben 1,25 Stunden Plus, also eine Stunde und 15 Minuten.

Methodik: Diese Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden nicht an uns gesendet, nicht gespeichert und nicht in der Adresszeile abgelegt. Mehr dazu auf der Seite Methodik.