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Wie berechnet man?

Was bringt ein Balkonkraftwerk?

Ein 800-Wp-Balkonkraftwerk liefert in Deutschland grob 600 bis 800 kWh im Jahr. Davon werden ohne Speicher im Durchschnitt rund 45 % zeitgleich im Haushalt verbraucht – der Rest fließt unvergütet ins Netz. Bei 0,37 € je kWh bleiben so rund 127 € Ersparnis im Jahr, und die Anschaffung amortisiert sich in gut vier Jahren.

Die Spitzenleistung der Module, nicht die des Wechselrichters.

Am Balkon meist deutlich weniger als auf dem Dach.

Ohne Speicher im Schnitt rund 45 %, bei hoher Grundlast mehr.

Optional – begrenzt den möglichen Eigenverbrauch.

Optional – für die Amortisationsdauer.

Hinweis: Anmeldung im Marktstammdatenregister, zulässige Wechselrichterleistung und die Regeln für Steckdose und Zähler haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert. Dieser Rechner ermittelt nur Ertrag und Ersparnis – die aktuellen Vorgaben prüfen Sie bitte bei der Bundesnetzagentur und Ihrem Netzbetreiber.

Die Formel

Jahresertrag = Modulleistung (Wp) ÷ 1.000 × spezifischer Ertrag
Eigenverbrauch = Jahresertrag × Anteil
Ersparnis = Eigenverbrauch × Strompreis
Amortisation = Anschaffungskosten ÷ Ersparnis

Bewusst ohne Einspeisevergütung gerechnet: Ein Steckersolargerät wird üblicherweise ohne Einspeisevertrag betrieben, überschüssiger Strom fließt unvergütet ins Netz. Die Wirtschaftlichkeit hängt deshalb allein am Eigenverbrauch.

Rechenbeispiel

Ein Balkonkraftwerk mit 800 Wp, 950 kWh je kWp, 45 % Eigenverbrauch, Strompreis 0,37 €, Anschaffung 559 €:

  1. 1.Jahresertrag: 0,8 × 950 = 760 kWh
  2. 2.Eigenverbrauch: 760 × 45 % = 342 kWh
  3. 3.Ersparnis: 342 × 0,37 € = 126,54 €
  4. 4.Amortisation: 559 ÷ 126,54 = 4,4 Jahre

Das Gerät spart rund 127 € im Jahr und hat sich nach gut vier Jahren bezahlt gemacht.

Warum rund die Hälfte im Haushalt bleibt

Jeder Haushalt hat eine Grundlast: Kühlschrank, Router, Standby-Geräte, Heizungssteuerung. Diese liegt oft bei 100 bis 200 Watt und läuft rund um die Uhr. Ein Balkonkraftwerk mit wenigen hundert Watt speist einen guten Teil seiner Erzeugung direkt in diese Grundlast ein – dieser Strom wird sofort verbraucht, statt ins Netz zu fließen.

Trotzdem bleibt es bei rund 45 % im Jahresmittel – mehr als die Hälfte der Erzeugung fließt unvergütet ins Netz. Der Grund ist die Gleichzeitigkeit: Die Sonne liefert mittags am meisten, wenn viele Haushalte leer sind, und abends beim Kochen liefert sie nichts mehr. Wer tagsüber zu Hause ist oder Wasch- und Spülmaschine auf die Mittagsstunden legt, kommt spürbar höher.

Umgekehrt bedeutet das: Ein sehr großes Balkonkraftwerk in einem Ein-Personen-Haushalt mit niedriger Grundlast erreicht einen deutlich schlechteren Eigenverbrauchsanteil – und rechnet sich langsamer. Rechnen Sie im Zweifel mit einem Wert unter 45 %, nicht darüber.

Ausrichtung entscheidet über den Ertrag

Ein Balkonkraftwerk hängt selten optimal. Senkrecht an der Brüstung montiert und nach Osten oder Westen zeigend, liefert es deutlich weniger als ein nach Süden geneigtes Modul auf einem Dach. Der spezifische Ertrag im Rechner sollte das abbilden – setzen Sie im Zweifel einen Wert am unteren Rand der Spanne an.

Eine senkrechte Montage hat allerdings einen Vorteil, der oft übersehen wird: Im Winter steht die Sonne tief, und senkrechte Module fangen dann mehr ein als flach geneigte. Der Ertrag verteilt sich gleichmäßiger über das Jahr, was zum Eigenverbrauch gut passt.

Verschattung durch Nachbarbalkone, Bäume oder das eigene Gebäude ist der größte Einzelfaktor. Wenige Stunden direkte Sonne am Tag reduzieren den Ertrag drastisch.

Quellen & Stand

Stand: 07.09.2026

Die Formel dieser Seite ist stabil, die Vorgabewerte sind Beispielwerte und ändern sich mit dem Markt. Maßgeblich ist immer Ihre eigene Abrechnung.

Wie diese Seite geprüft und aktuell gehalten wird

Häufige Fragen

Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?
Ja, eine Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist vorgesehen. Die Regeln dazu – ebenso wie zulässige Wechselrichterleistung, Steckertyp und Anforderungen an den Zähler – haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert. Dieser Rechner nennt deshalb bewusst keine konkreten Grenzwerte; prüfen Sie den aktuellen Stand bei der Bundesnetzagentur und Ihrem Netzbetreiber.
Darf ich als Mieter ein Balkonkraftwerk anbringen?
Die Rechtslage zu Zustimmungspflichten von Vermietenden und Eigentümergemeinschaften hat sich zuletzt bewegt. Da hier keine geprüfte Quelle vorliegt, nennt diese Seite bewusst keine Rechtsfolge – klären Sie das mit Ihrer Vermieterseite oder einem Mieterverein.
Was passiert mit dem Strom, den ich nicht verbrauche?
Er fließt ins öffentliche Netz und wird ohne Einspeisevertrag nicht vergütet. Genau deshalb rechnet diese Seite ohne Vergütung: Was Sie nicht selbst verbrauchen, verschenken Sie faktisch. Ein hoher Eigenverbrauchsanteil ist bei dieser Anlagengröße alles.

Methodik: Diese Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden nicht an uns gesendet, nicht gespeichert und nicht in der Adresszeile abgelegt. Mehr dazu auf der Seite Methodik.