Wie berechnet man den Betonbedarf?
Das Betonvolumen ist Länge × Breite × Dicke – alles in Metern. Eine Platte von 4 × 3 Metern mit 12 cm Dicke ergibt 1,44 m³. Mit 5 % Zuschlag für unebenen Untergrund sind es 1,512 m³, das entspricht rund 3.630 kg Frischbeton oder etwa 76 Säcken Trockenbeton mit 20 Litern Ergiebigkeit.
Die Formel
Volumen = Länge × Breite × Dicke ÷ 100 (Dicke in cm)
Säcke = Volumen × 1.000 ÷ Ergiebigkeit je Sack in LiternGerechnet wird mit einer Frischbetondichte von 2.400 kg/m³. Wichtig: Für die Sackzahl zählt die Ergiebigkeit in Litern Frischbeton laut Sackaufdruck, nicht das Sackgewicht.
Rechenbeispiel
Eine Bodenplatte für ein Gartenhaus: 4,00 × 3,00 m, 12 cm dick, 5 % Zuschlag:
- 1.Volumen: 4 × 3 × 0,12 = 1,44 m³
- 2.Mit Zuschlag: 1,44 × 1,05 = 1,512 m³
- 3.Gewicht: 1,512 × 2.400 = 3.629 kg
- 4.Säcke à 20 l: 1.512 ÷ 20 = 75,6 → 76 Säcke
Benötigt werden rund 1,5 m³ Beton – bei dieser Menge ist Transportbeton meist günstiger und deutlich weniger Arbeit als 76 Säcke.
Sackware oder Transportbeton?
Bis etwa 0,5 m³ ist Sackware praktisch: Man mischt in Etappen und braucht keinen Termin. Darüber wird es mühsam – 0,5 m³ sind bereits rund 25 Säcke, die alle einzeln angemischt werden müssen, und der Beton sollte in einem Zug eingebracht werden.
Ab etwa 1 m³ ist Transportbeton in der Regel günstiger pro Kubikmeter und spart Stunden an Arbeit. Beachten Sie Mindestabnahmemengen und dass der Mischer eine Zufahrt mit ausreichend Platz braucht.
Fundament, Streifen, Punkt: andere Formen berechnen
Streifenfundament: Länge × Breite × Tiefe je Streifen, dann alle Streifen addieren. Bei einem umlaufenden Fundament die Ecken nicht doppelt zählen – rechnen Sie mit der mittleren Umfangslinie.
Punktfundament rund: Radius × Radius × 3,14 × Tiefe. Ein Loch mit 30 cm Durchmesser und 80 cm Tiefe fasst 0,15 × 0,15 × 3,14 × 0,8 = 0,057 m³, also rund 57 Liter.
Für die Frostsicherheit gelten in Deutschland je nach Region rund 80 cm Gründungstiefe als Richtwert für tragende Fundamente. Für eine reine Gartenhausplatte ist das nicht zwingend, für Mauern und Zaunpfosten aber sehr wohl relevant.
Aushub, Verdichtung und ein realistischer Zuschlag
Die Rechnung aus Länge, Breite und Höhe ergibt das theoretische Volumen. In der Grube kommt regelmäßig mehr hinein: Die Wände sind nie ganz senkrecht, die Sohle nie ganz eben, und beim Verdichten sackt der Beton zusammen. Ein Zuschlag von fünf bis zehn Prozent ist deshalb üblich – Bewehrungsstahl dagegen verdrängt so wenig, dass man ihn vernachlässigen kann.
Ein Beispiel: Ein Fundament von 4 × 3 m mit 15 cm Höhe ergibt 1,80 m³. Mit 10 % Zuschlag sind es 1,98 m³, also 1.980 Liter – bei 20 Litern Ergiebigkeit je Sack rund 99 Säcke. Bei dieser Menge lohnt der Vergleich mit Transportbeton, der ab etwa einem Kubikmeter meist günstiger und vor allem schneller ist.
Quellen & Stand
Stand: 07.09.2026
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Häufige Fragen
- Wie viele Säcke Trockenbeton ergeben einen Kubikmeter?
- Bei 20 Litern Ergiebigkeit je Sack sind es 50 Säcke pro Kubikmeter (1.000 ÷ 20). Prüfen Sie den Wert auf Ihrem Sack: Die Ergiebigkeit unterscheidet sich je nach Produkt und ist nicht dasselbe wie das Sackgewicht.
- Wie viel Wasser braucht ein Sack Beton?
- Die Wassermenge steht auf dem Sack, meist rund 2,5 bis 3 Liter je 25 kg. Zu viel Wasser macht den Beton leichter verarbeitbar, senkt aber die Festigkeit deutlich – halten Sie sich an die Herstellerangabe.
- Wie dick muss eine Bodenplatte sein?
- Für ein Gartenhaus sind 10–12 cm auf verdichtetem Schotter üblich, für befahrbare Flächen deutlich mehr und mit Bewehrung. Tragende Bauteile gehören in die Hand einer Fachplanung – dieser Rechner ermittelt nur Mengen, keine Statik.
- Wie lange muss Beton aushärten?
- Die Normfestigkeit wird nach 28 Tagen erreicht. Begehbar ist eine Fläche meist nach ein bis zwei Tagen, belastbar nach etwa einer Woche. Wichtig sind die ersten Tage: Frisch betonierte Flächen sollten feucht gehalten und vor Sonne und Wind geschützt werden, sonst reißt die Oberfläche.
- Kann ich bei Frost betonieren?
- Unter etwa +5 °C sollte man es lassen. Die Festigkeit entsteht durch eine chemische Reaktion, die in der Kälte fast zum Stillstand kommt, und gefrierendes Wasser sprengt das Gefüge auf. Wer nicht warten kann, braucht Abdeckung und Wärmedämmung – einfacher ist es, den Termin zu verschieben.
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