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Wie berechnet man?

Was kostet eine Kilowattstunde?

Eine Kilowattstunde kostet den Arbeitspreis Ihres Tarifs – bei 0,37 € je kWh kosten 100 kWh also 37 €. Wichtig ist der Unterschied zu Kilowatt: kW ist die Leistung in einem Moment, kWh die Energie, die über die Zeit zusammenkommt. Ein 2-kW-Gerät verbraucht in einer Stunde 2 kWh.

Beispielwert – bitte den Arbeitspreis Ihrer Rechnung eintragen.

Optional: Wie viele kWh bekomme ich dafür?

Die Formel

Kosten = Kilowattstunden × Arbeitspreis
kWh = Watt ÷ 1.000 × Stunden
1 kWh = 1.000 Wh = 0,001 MWh = 3,6 MJ

Der Arbeitspreis wird meist in Cent angegeben: 37 ct entsprechen 0,37 €. Die Umrechnung in Megajoule folgt direkt aus der Definition der Wattsekunde und ist unabhängig von jedem Preis.

Rechenbeispiel

100 Kilowattstunden bei einem Arbeitspreis von 0,37 € je kWh:

  1. 1.Kosten: 100 × 0,37 € = 37 €
  2. 2.In Cent ausgedrückt: 37 ct je kWh
  3. 3.Für 50 € Budget: 50 ÷ 0,37 = 135,1 kWh
  4. 4.100 kWh entsprechen 100.000 Wh oder 360 MJ

100 Kilowattstunden kosten 37 €. Für 50 € bekommen Sie rund 135 kWh.

Kilowatt oder Kilowattstunde? Der Unterschied in einem Satz

Kilowatt (kW) ist Leistung: wie viel ein Gerät in diesem Augenblick zieht. Kilowattstunde (kWh) ist Energie: wie viel dabei über eine bestimmte Zeit zusammenkommt. Ein Wasserkocher mit 2 kW zieht viel Leistung, läuft aber nur drei Minuten – er verbraucht 0,1 kWh. Ein Kühlschrank mit 0,05 kW läuft dauernd und kommt im Jahr auf über 100 kWh.

Das Bild, das immer funktioniert: Kilowatt ist die Geschwindigkeit, Kilowattstunde die zurückgelegte Strecke. Abgerechnet wird immer die Strecke.

Deshalb sagt die Wattzahl auf dem Typenschild allein nichts über die Kosten. Erst zusammen mit der Laufzeit wird daraus eine Zahl, die auf der Rechnung landet.

Was Sie für eine Kilowattstunde bekommen

Eine Kilowattstunde reicht ungefähr für: einen Waschgang bei 40 °C in einer modernen Maschine, sieben Stunden Fernsehen mit einem mittelgroßen LED-Gerät, rund 100 Ladungen eines Smartphones, oder etwa fünf Kilometer Fahrt mit einem Elektroauto.

Umgekehrt: Der Jahresverbrauch eines Zweipersonenhaushalts in einer Wohnung von rund 1.900 kWh entspricht bei 0,37 € je kWh etwa 703 € reinen Verbrauchskosten – plus Grundpreis.

Diese Vergleiche sind Größenordnungen, keine Messwerte. Sie helfen aber, ein Gefühl für die Einheit zu bekommen, mit der die Stromrechnung arbeitet.

Gas: vom Kubikmeter zur Kilowattstunde

Beim Gas messen Zähler und Rechnung nicht dasselbe: Der Zähler zählt Kubikmeter, abgerechnet wird in Kilowattstunden. Umgerechnet wird mit zwei Werten, die auf jeder Jahresrechnung stehen – der Zustandszahl, die Druck und Temperatur vor Ort berücksichtigt, und dem Brennwert, der vom gelieferten Gas abhängt.

Die Rechnung lautet Kubikmeter × Zustandszahl × Brennwert. Aus 1.200 m³ werden mit einer Zustandszahl von 0,95 und einem Brennwert von 11,0 also 12.540 kWh – bei einem Arbeitspreis von beispielsweise 0,12 € je kWh sind das 1.504,80 €. Wer den Zählerstand selbst kontrolliert, sollte deshalb nie Kubikmeter mit dem Preis je Kilowattstunde multiplizieren.

Quellen & Stand

Stand: 07.09.2026

Die Formel dieser Seite ist stabil, die Vorgabewerte sind Beispielwerte und ändern sich mit dem Markt. Maßgeblich ist immer Ihre eigene Abrechnung.

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Häufige Fragen

Warum steht auf meiner Rechnung noch ein Grundpreis?
Der Grundpreis deckt Zähler, Abrechnung und Netzbereitstellung ab und fällt unabhängig vom Verbrauch an. Er sorgt dafür, dass die tatsächlich bezahlte Kilowattstunde teurer ist als der Arbeitspreis – besonders bei geringem Verbrauch. Der Stromkosten-Rechner zeigt diesen Effektivpreis.
Was ist eine Megawattstunde?
1.000 Kilowattstunden. Die Einheit taucht bei Gasabrechnungen, in der Energiewirtschaft und bei Großverbrauchern auf. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht im Jahr also etwa 2,5 bis 4 MWh Strom.
Sind die hier voreingestellten Preise aktuell?
Der voreingestellte Arbeitspreis von 0,37 € je kWh entspricht dem Durchschnitt der BDEW-Strompreisanalyse für einen Haushalt mit 3.500 kWh im Jahr (Stand: September 2026). Er bleibt trotzdem ein Richtwert: Strompreise unterscheiden sich stark nach Anbieter, Region und Tarif. Tragen Sie den Arbeitspreis aus Ihrer eigenen Jahresabrechnung ein.
Wie viele Kilowattstunden hat ein Liter Heizöl?
Rund 10 kWh. Damit lassen sich Öl, Gas und Strom grob auf eine Einheit bringen: 2.000 Liter Öl im Jahr entsprechen etwa 20.000 kWh. Der genaue Wert schwankt leicht mit der Qualität, für einen Vergleich reicht die Faustzahl.
Wie rechne ich Joule oder Kalorien in Kilowattstunden um?
Eine Kilowattstunde sind 3,6 Millionen Joule, also 3,6 MJ. Eine Kilokalorie entspricht rund 0,00116 kWh. Diese Einheiten begegnen Ihnen vor allem auf Datenblättern und bei Lebensmitteln – auf der Stromrechnung steht immer die Kilowattstunde.

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