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Wie berechnet man?

Wie berechnet man die Rendite?

Die Gesamtrendite ist der Gewinn geteilt durch den Anfangswert. Wächst eine Anlage von 10.000 € in 5 Jahren auf 14.000 € und hat zusätzlich 500 € ausgeschüttet, sind das 45 %. Die jährliche Rendite beträgt aber nicht 9 %, sondern 7,71 %, weil sich Erträge über die Jahre verzinsen.

Dividenden oder Zinsen, die Sie erhalten haben. 0 = keine.

Die Formel

Gesamtrendite = (Endwert + Ausschüttungen − Anfangswert) ÷ Anfangswert
Jährliche Rendite = ((Endwert + Ausschüttungen) ÷ Anfangswert)^(1 ÷ Jahre) − 1

Die jährliche Rendite heißt auch CAGR (Compound Annual Growth Rate). Sie ist der gleichbleibende Jahreswert, der vom Anfangs- zum Endwert geführt hätte. Ausschüttungen werden vereinfachend so behandelt, als seien sie am Ende zugeflossen.

Rechenbeispiel

Eine Anlage wächst in 5 Jahren von 10.000 € auf 14.000 € und schüttet in dieser Zeit 500 € aus:

  1. 1.Gesamtwert: 14.000 € + 500 € = 14.500 €, Gewinn 4.500 €
  2. 2.Gesamtrendite: 4.500 € ÷ 10.000 € = 45 %
  3. 3.Jährliche Rendite: (14.500 ÷ 10.000)^(1 ÷ 5) − 1 = 1,45^0,2 − 1 = 7,71 %

Die Anlage hat insgesamt 45 % erzielt, das entspricht einer gleichbleibenden Rendite von 7,71 % pro Jahr.

Warum 45 % in 5 Jahren nicht 9 % pro Jahr sind

Teilt man die Gesamtrendite einfach durch die Jahre, übersieht man den Zinseszinseffekt: Die Erträge eines Jahres werfen im nächsten selbst wieder Erträge ab. Deshalb reicht eine niedrigere gleichbleibende Jahresrendite, um auf 45 % zu kommen.

Die CAGR ist deshalb die faire Vergleichszahl zwischen Anlagen mit unterschiedlicher Laufzeit. Eine Anlage mit 45 % in 5 Jahren und eine mit 20 % in 2 Jahren lassen sich nur über die jährliche Rendite sinnvoll vergleichen.

Rendite vor Kosten und Steuern

Der Rechner zeigt die Rendite vor Kosten und Steuern. Depotgebühren, Ausgabeaufschläge und Steuern auf Kapitalerträge verringern die tatsächliche Rendite – rechnen Sie sie gegebenenfalls aus dem Endwert heraus.

Für die Rendite einer vermieteten Immobilie gelten andere Größen wie Kaufnebenkosten und nicht umlagefähige Kosten. Dafür gibt es den Mietrendite-Rechner.

Zwei Anlagen mit gleicher Gesamtrendite vergleichen

45 % klingen gut – aber erst die Zeit macht die Zahl vergleichbar. Dieselben 45 % ergeben in 3 Jahren eine jährliche Rendite von 13,19 %, in 7 Jahren nur 5,45 %.

Deshalb ist die jährliche Rendite die einzige faire Vergleichszahl zwischen Anlagen mit unterschiedlicher Laufzeit. Sie unterstellt allerdings, dass nur am Anfang eingezahlt und am Ende entnommen wurde – wer zwischendurch nachgekauft hat, braucht eine Rechnung, die auch die Zeitpunkte berücksichtigt.

Häufige Fragen

Kann die Rendite negativ sein?
Ja. Liegt der Endwert samt Ausschüttungen unter dem Anfangswert, ist die Rendite negativ. Bei einem Totalverlust beträgt sie −100 %.
Was ist der Unterschied zwischen Rendite und Zins?
Der Zins ist ein vorab vereinbarter Satz, etwa beim Festgeld. Die Rendite misst den tatsächlich erzielten Gesamtertrag, einschließlich Kursgewinnen und -verlusten. Sie steht erst im Nachhinein fest.
Werden wiederangelegte Ausschüttungen berücksichtigt?
Wurden Ausschüttungen wieder angelegt, sind sie bereits im Endwert enthalten – tragen Sie dann bei „Ausschüttungen“ 0 ein, sonst werden sie doppelt gezählt.
Was ist der Unterschied zwischen jährlicher und durchschnittlicher Rendite?
Das arithmetische Mittel überschätzt das Ergebnis, sobald die Werte schwanken. Ein Beispiel: +50 % im ersten Jahr, −50 % im zweiten ergibt im Mittel 0 % – aus 100 € sind aber 75 € geworden, also −13,40 % pro Jahr. Die jährliche Rendite in diesem Rechner ist die zweite, ehrlichere Zahl.
Zählen Einzahlungen während der Laufzeit mit?
Nicht in dieser Rechnung. Anfangswert, Endwert und Ausschüttungen reichen für eine Anlage, die am Stück gehalten wurde. Für regelmäßige Einzahlungen ist der Sparplanrechner der passende Weg, weil dort jede Rate ihre eigene Laufzeit hat.

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