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Wie berechnet man?

Wie berechnet man die Stromkosten?

Die Stromkosten sind der Jahresverbrauch in Kilowattstunden mal dem Arbeitspreis, plus dem Grundpreis für zwölf Monate. Bei 2.500 kWh, 0,37 € je kWh und 12 € Grundpreis im Monat sind das 1.069 € im Jahr, also rund 89 € monatlich.

Wohnung: 1 Person ca. 1.200 kWh, 4 Personen ca. 2.600 kWh.

Beispielwert – bitte den Preis aus Ihrer Rechnung eintragen.

Die monatliche Grundgebühr Ihres Tarifs.

Die Formel

Kosten pro Jahr = Verbrauch (kWh) × Arbeitspreis (€/kWh) + Grundpreis (€/Monat) × 12

Arbeitspreis und Grundpreis stehen auf jeder Stromrechnung. Beide sind dort in der Regel Bruttopreise inklusive Umsatzsteuer, Netzentgelten und Abgaben.

Rechenbeispiel

Ein Zwei-Personen-Haushalt mit 2.500 kWh im Jahr, 0,37 €/kWh Arbeitspreis und 12 € Grundpreis pro Monat:

  1. 1.Verbrauchskosten: 2.500 × 0,37 € = 925 €
  2. 2.Grundpreis: 12 € × 12 = 144 €
  3. 3.Gesamt pro Jahr: 925 € + 144 € = 1.069 €
  4. 4.Pro Monat: 1.069 ÷ 12 = 89,08 €
  5. 5.Effektiv je kWh: 1.069 ÷ 2.500 = 0,428 €

Die Stromkosten betragen 1.069 € im Jahr. Effektiv kostet die Kilowattstunde 42,8 Cent statt der 37 Cent aus dem Tarif.

Warum der Grundpreis den Tarifvergleich entscheidet

Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an. Je weniger Strom ein Haushalt braucht, desto stärker fällt er ins Gewicht: Bei 1.200 kWh im Jahr macht ein Grundpreis von 144 € rund 12 Cent je Kilowattstunde aus, bei 4.000 kWh nur noch 3,6 Cent.

Deshalb ist ein Tarif mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis für Großverbraucher attraktiv und für Einpersonenhaushalte oft die teurere Wahl. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten für Ihren eigenen Jahresverbrauch, nie nur den Preis je Kilowattstunde.

Wie viel Strom verbraucht ein Haushalt?

Der Stromspiegel für Deutschland nennt für eine Wohnung rund 1.200 kWh im Jahr für eine Person, 1.900 kWh für zwei und 2.600 kWh für vier – ohne elektrische Warmwasserbereitung. Im Einfamilienhaus liegen die Werte höher. Mit Durchlauferhitzer oder Boiler kommen rund 300 kWh je Person dazu.

Wärmepumpe und Elektroauto verändern das Bild vollständig: Eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus braucht typischerweise mehrere tausend Kilowattstunden im Jahr, ein E-Auto etwa 15 bis 20 kWh je 100 Kilometer.

Die verlässlichste Zahl steht auf Ihrer letzten Jahresabrechnung. Nur damit lohnt sich ein Tarifvergleich wirklich.

Abschlag, Jahresrechnung und Zählerstand

Der monatliche Abschlag ist keine Rechnung, sondern eine Schätzung auf Basis des Vorjahresverbrauchs. Abgerechnet wird einmal im Jahr nach dem tatsächlichen Zählerstand – die Differenz kommt als Nachzahlung oder Guthaben.

Selbst kontrollieren können Sie das jederzeit: Zählerstand notieren, die Differenz zum Vorjahr mal dem Arbeitspreis, dazu zwölf Monatsgrundpreise. Bei 2.900 kWh und 0,37 € je kWh sind das 1.073,00 €, plus zwölf Monate zu beispielsweise 12 € ergibt 1.217,00 € im Jahr. Liegt Ihr Abschlag deutlich darunter, sparen Sie nichts – Sie schieben nur eine Nachzahlung vor sich her.

Quellen & Stand

Stand: 07.09.2026

Die Formel dieser Seite ist stabil, die Vorgabewerte sind Beispielwerte und ändern sich mit dem Markt. Maßgeblich ist immer Ihre eigene Abrechnung.

Wie diese Seite geprüft und aktuell gehalten wird

Häufige Fragen

Sind die voreingestellten Preise aktuell?
Der Arbeitspreis von 0,37 € je kWh entspricht dem Durchschnitt der BDEW-Strompreisanalyse (Stand: September 2026). Der voreingestellte Grundpreis von 12 € ist dagegen nur eine Schätzung: Weder Bundesnetzagentur noch Destatis weisen ihn getrennt aus. Tragen Sie beide Werte von Ihrer eigenen Rechnung ein.
Wie rechne ich Cent in Euro um?
Durch 100 teilen: 37 Cent je kWh sind 0,37 € je kWh. Der Rechner erwartet den Preis in Euro, akzeptiert aber sowohl 0,37 als auch 0.37 als Eingabe.
Was ist der Unterschied zwischen kW und kWh?
Kilowatt (kW) ist die Leistung, also wie viel ein Gerät in einem Moment zieht. Kilowattstunde (kWh) ist die verbrauchte Energie: 2 kW über 1 Stunde ergeben 2 kWh. Abgerechnet werden immer Kilowattstunden.
Was tun, wenn der Abschlag zu hoch ist?
Eine Anpassung können Sie beim Anbieter beantragen, meist direkt im Kundenkonto. Sinnvoll ist das, wenn der Verbrauch dauerhaft gesunken ist – etwa nach einem Auszug aus dem Haushalt. Setzen Sie ihn nicht unter den rechnerischen Jahreswert, sonst folgt die Nachzahlung.
Was ist mein Durchschnittspreis je Kilowattstunde?
Die Jahreskosten geteilt durch den Jahresverbrauch, also inklusive Grundpreis: 1.217,00 € ÷ 2.900 kWh = 0,42 € je kWh. Dieser Mischpreis sinkt mit steigendem Verbrauch, weil sich der Grundpreis auf mehr Kilowattstunden verteilt – und nur er ist zwischen zwei Tarifen wirklich vergleichbar.

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